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Holz und Feuchtigkeit — astkern Lexikon

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Holz und Feuchtigkeit — das ist eine Beziehung, die man verstehen sollte. Holz ist hygroskopisch: Es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie ab. Das ist natürlich und gewollt, erfordert aber den richtigen Umgang.

Quellen und Schwinden

Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff — es passt seinen Feuchtigkeitsgehalt der umgebenden Luft an. Bei hoher Luftfeuchtigkeit nimmt es Wasser auf und dehnt sich aus (Quellen). Bei niedriger Luftfeuchtigkeit gibt es Wasser ab und schrumpft (Schwinden). Diesen Prozess nennt man „Arbeiten" des Holzes. Er ist völlig normal und bei Massivholz stärker ausgeprägt als bei Birke Multiplex (dessen kreuzweise Verleimung den Effekt minimiert). Die Dimensionsänderungen sind in der Regel gering — bei einem Stück Eiche etwa 0,15 % pro Prozent Feuchtigkeitsänderung quer zur Faser. In der Praxis bedeutet das: Eine 40 cm breite Eichen-Deckplatte kann im Jahresverlauf um 1–2 mm in der Breite variieren. Bei astkern verwenden wir ausschließlich kammergetrocknetes Holz (Restfeuchte 8–10 %), um das Arbeiten zu minimieren.

Schutz vor Feuchtigkeit

Der wichtigste Schutz vor Feuchtigkeit ist die Oberflächenbehandlung. Alle astkern-Produkte werden mit Hartöl behandelt, das die Poren teilweise schließt und den Feuchtigkeitsaustausch verlangsamt (aber nicht komplett unterbindet — das wäre auch nicht gewollt, denn Holz soll atmen). Der Schutz muss regelmäßig erneuert werden: Ein- bis zweimal im Jahr Holzöl auftragen hält den Schutz aufrecht. Besonders wichtig ist die Stirnholzseite (die Schnittfläche am Ende eines Brettes) — hier nimmt Holz am schnellsten Feuchtigkeit auf. Deshalb werden bei astkern auch die Stirnseiten sorgfältig geölt. Bei Eurobox-Deckeln, die beim Camping Regen und Feuchtigkeit ausgesetzt sein können, empfehlen wir Birke Multiplex — es ist durch die Kreuzverleimung deutlich feuchtigkeitsresistenter als Massivholz.

Praktische Tipps

Hier unsere bewährten Tipps für den richtigen Umgang mit Holz und Feuchtigkeit: Stehendes Wasser sofort aufwischen — das ist die Regel Nummer eins. Untersetzer für Gläser und Tassen verwenden, besonders auf Deckplatten. Brotzeitbretter nach dem Spülen aufrecht stellen, damit sie gleichmäßig trocknen können. Holzprodukte nicht direkt auf oder über der Heizung lagern — die trockene Heizungsluft im Winter kann Risse verursachen. Im Badezimmer oder der Küche auf gute Belüftung achten. Und wenn doch mal ein Wasserfleck entsteht: Leicht anschleifen (feines Schleifpapier, 240er Körnung), mit Holzöl nachbehandeln — in den meisten Fällen ist der Fleck dann verschwunden. Die regelmäßige Holzpflege mit dem OLI-NATURA Leinöl-Firnis ist die beste Vorbeugung.

Häufige Fragen

Kann ich Holzprodukte im Badezimmer verwenden?

Grundsätzlich ja, aber mit Vorsicht. In Badezimmern schwankt die Luftfeuchtigkeit stark (beim Duschen steigt sie auf 80–100 %). Holzprodukte sollten dort nicht direkt mit Wasser in Kontakt kommen und nach Feuchtigkeitsspitzen gut trocknen können. Regelmäßiges Ölen ist im Bad besonders wichtig. Birke Multiplex ist für feuchte Umgebungen besser geeignet als Massivholz.

Mein Holzprodukt hat einen Riss — was tun?

Kleine Risse an Stirnholzseiten können bei extremer Trockenheit (Heizungsluft im Winter) auftreten. Das ist ein natürliches Verhalten von Massivholz. Oft schließen sich feine Risse im Frühjahr von selbst, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt. Bei tieferen Rissen: Holzöl in den Riss einarbeiten und das Produkt an einen Ort mit gleichmäßigerer Luftfeuchtigkeit stellen. Im Zweifelsfall kontaktiere uns — wir helfen gerne.

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